Dorfheimscheune und Eisenhammer


Im Februar 2015 wurden im Dorfzentrum von Root zwei Gebäude abgerissen.

Dorheimscheune
Kardeuse

Das eine war die ehemalige Dorfheimscheune, in der seit etwa Ende der 1930er Jahre eine Sattlerei betrieben wurde. Sie wurde im Februar 2016 abgebrochen.

Auf dem Dachboden fanden wir einige Zeugen dieses Handwerks wie Kummetbock, Pferde- und Kuhgeschirr, eine Kardeuse mit Pferdehaarresten und anderes. Wir konnten diese Gegenstände sicherstellen und teilweise ins Museum integrieren.

Albert Herzog (1916-2002) lebte und arbeitete in der ehemaligen Dorfheimscheune. Er betrieb dort eine Sattlerei. Er stellte Geschirr für Ochsen und Pferde her. Im Weiteren stellte er Matratzen aus Rosshaar her. Das Rosshaar musste auf einer Kardeuse (Zupfmaschine, Bild) bearbeitet werden, bevor es für die Matratzen verwendet werden konnte.

Eisenhammer

Das andere Gebäude war der Eisenhammer, der früher «Zemäntli» genannt wurde.

In diesem Gebäude befand sich die Cement-Mosaikplatten-Fabrik von Dr. P. Pfyffer von Luzern. Wir haben dazu ein Inserat in der Schweizerischen Bauzeitung aus dem Jahre 1899. Die Mosaikplatten wurden weitherum verwendet auch in vielen Häuser in Luzern.  Auch der Boden im Entrée des Museums ist mit diesen Platten belegt. Später wurde das Haus zu einer Schmitte umgebaut. So entstand der Name Eisenhammer. Einzelne Gegenstände zeugen von der Geschichte dieses Hauses.


Zu diesen beiden Häusern sind auch Zeitzeugengespräche (mit dem letzten Besitzer des Eisenhammers und dem letzten Sattler) auf Video entstanden.

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